Wie wird die Relation (Bezogenheit) zueinander in den Kommunikationssystemen berücksichtigt?

https://www.linkedin.com/posts/gittapeyn-formwelt_realkonstruktivismus-trump-activity-7303687744998813696-cNks?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADjiVggBfZO7sTSfoTaJ5bFKFIXbayqebIs

Angeregt durch diesen Beitrag von @gitta.peyn und durch einen Austausch mit Uwe ermutigt möchte ich folgende Frage, die mich beschäftigt, gern nochmal mit euch teilen.

Klaus Eidenschink hat in seinen LinkedIn-Beiträgen hergeleitet, dass „Attraktion die Folge von Relation ist“.

Und die Beispiele von Gitta in dem hier verlinkten Beitrag zeigen die unterschiedlichen Wirkungen der KonstruktionsFORMen je nach Kontext auf.

Das hat mich zu der Überlegung gebracht, dass unterschiedliche Arten von Relationen (z.B. auf physischer, psychischer oder struktureller Ebene) entscheidend dafür sind, wie KonstruktionFORMen vom System mitgenommen werden.

Um das Beispiel von Gitta aufzugreifen: Die KonstruktionFORM „Sgt. Drillmaster“ von Trump wird vom System anders mitgenommen, wenn sie in einem Altersheim auftreten würde und vollkommen andere Relationen innerhalb des Systems bestehen würden.

Wenn die Attraktionen (in diesem Fall KonstruktionsFORMen) eine Folge der Relationen in einem System sind, wie werden diese Relationen dann in der Kommunikationsanalyse berücksichtigt/dargestellt?
Oder wird über die Analyse der KonstruktionsFORMen auf die zugrunde liegenden Relationen geschlossen?
Bzw. spiegeln sich die Relationen in den Systemarten (vom symmetrischen Konflikt bis zum co-kreativen Sinnsystem) wider?

Wer kann mir helfen, diesen gedanklichen Knoten zu lösen? :blush:

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@gitta.peyn

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Dieses Zitat von Peter Kruse zeigt für mich die Verbindung zwischen den zugrunde liegenden Relationen und Resonanzen und den daraus resultierenden KontruktionsFORMen:

„Wer heute wirklich noch der Meinung ist, man könne sozusagen über das Senden von Informationen Diskurse ersetzen, der hat, glaube ich, nicht verstanden, wie Kultur entsteht und wie Kommunikation ist. Kommunikation ist immer ein Resonanzphänomen und nicht ein Senden und Empfangen von Informationen. Also alles das, was ich sende, muss in Ihnen ein Muster wachrufen. Und ich werde über nichts, was ich sende, das Muster in Ihnen definieren können.“

Ich lasse diesen Erkenntnis-Monolog mal im Forum stehen. Vielleicht ist er für jemanden von euch auch mal relevant. Und ich freue mich natürlich auch über eure Gedanken hierzu.

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@gitta.peyn @Uwe_Kauffmann @Susanne @Anna @SuWe @SteveLoe

Wenn ich das bislang Gelernte „richtig“ verstanden habe, dann „ist“ Kommunikation nicht etwas, sondern tut etwas (dreifache Selektion aus M!V), funktioniert auf bestimmte Weise in Relation/Abhängigkeit von Kontext. Zwischenmenschliche Relation würde ich ins System Psyche verorten und dann funktionierte sie als Umwelt von Kommunikation. So in etwa?

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Danke für deine Ausführung, Susanne. Dieses Zusammenspiel aus dem beobachtbaren „Tun“ der Kommunikation und den zugrundeliegenden psychischen und sozialen Umweltbedingungen ist dadurch für mich noch greifbarer geworden.

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Danke für die Inspiration, Melanie! Kurz mal ne Frage: Was ist denn hier mit „Relation“ und „Attraktion“ gemeint? So kann ich damit nämlich nichts anfangen.
Herzlich
Gitta

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Liebe Gitta, mit Relation meine ich die Bezogenheit zueinander, d.h. die Rhythmen anderer wahrzunehmen und sich mit anderen rhythmisch zu verbinden.
Unter Attraktion verstehe ich im Kontext von Kommunikation, ob und wie ein System KonstruktionsFORMen mitnimmt.
Ist es jetzt etwas verständlicher, was ich meine?

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Ich fange an zu ahnen.
Rhythmisierungen bilden sich aus dem Re-entry der FORM des Systems und seinen Transformationspotenzialen, die spezifischen Regeln folgen.
„Sich mit anderen rhythmisch zu verbinden“ ist erst einmal kein Satz im Rahmen von Systemtheorie oder Kybernetik.
Welche KonstruktionsFORMen Systeme mitnehmen, entscheiden Systeme über ihre KombinationsFORMen.
Wir können versuchen sie zu orientieren, sie anregen, aber, wenn du so willst, die Strukturdeterminiertheit der KombinationsFORM ergibt, welche KonstruktionsFORMen möglich sind.

Insofern bin ich nicht sicher, ob der Begriff „Attraktion“ hier anschlussfähig ist.

Kannst Du damit etwas anfangen?

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Vielen Dank, liebe Gitta, Ich habe im Moment auch nur eine Ahnung :blush: Dafür fehlen mir wohl noch ein paar Seminare, um in eurem Wording sicherer zu werden. Doch jetzt habe ich wieder etwas, auf dem ich weiter herumdenken kann :pray:t2:
Herzliche Grüße, Melanie

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Im Sinne das viele Dinge etwas durch das sind was sie tun etwas sind, was sie bewirken, ist Kommunikation schon etwas.
Die meisten Dinge die etwas tun haben Einfluss auf unseres Leben. Die die gerade nicht tun, temporär weniger.

Wie meine Kaffeetasse, die eben bestimmt wurde und jetzt in den Geschirrspüler wandert.

Ein schönes Wochenende Susanne.

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Ja, und Kaffeetasse ist ein Ding (mit dem Du was tust), Kommunikation nicht. :wink:

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